Neuanfang nach dem Zusammenbruch

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Trotz der Gleichschaltung und der damit verbundenen weiteren negativen Wirkungen wurde der „alte” Geist der Freiwilligen Feuerwehr Lindheim nicht gebrochen.

So sind schon 1946 einige neue Mitglieder in die Feuerwehr eingetreten, unter anderem auch unser verstorbener Ehrenwehrführer und Ehrenvorsitzender Heinrich Lipp und der langjährige Rechner Heinz Weißenborn.

Bereits drei Jahre nach Kriegsende hatten sich wieder 26 Männer zusammengefunden, um die freiwillige Brandschutzarbeit weiterzuführen. Der damalige Vorstand bestand aus folgenden Mitgliedern:

1. Kommandant: Friedrich Spittler
2. Kommandant: Konrad Wörner
Zeugwart: Willi Eckel
Rechner: Peter Berg
Schriftführer: Heinrich Schönhals

Die inzwischen wieder eingeführte Pflichtfeuerwehr bestand daneben noch einige Jahre weiter.

Im selben Jahr erhielt die Wehr auch ihre erste „richtige” Tragkraftspritze von den damaligen Breuer-Werken (später Buderus) aus Hirzenhain. Diesmal war es eine TS8/8, die bei einem Druck von 8 bar 800 l Wasser in der Minute fördern konnte. Sie wurde auf einem Anhänger mit Pferden oder einem Traktor zum Brandherd gezogen. 1949 wurde die erste Sirene auf dem Haus von Kommandant Spittler angebracht. Sie war ebenfalls von Enrico Marelli aus einer Handsirene und einem Motor selbst gebaut worden.

 

Unter Konrad Wörner, 1. Kommandant seit 1951, konnte 1954 eine neue Tragkraftspritze mit VW-Motor angeschafft werden, da die Breuer-Pumpe, die mit einem 2-Takt-Motor ausgestattet war, ständig Probleme bereitete und sehr schlecht ansprang.

Im Jahr 1959 wurden Kombi-Anzüge angeschafft und 1960 eine neue Sirene installiert. Diese Sirene tut noch heute ihren Dienst, während die alte in Enzheim installiert wurde. Doch die Gelder waren immer noch knapp, da ja zur NS-Zeit das gesamte Vereinsvermögen eingezogen worden war. So wurden Uniformen von der Hilfspolizei Frankfurt beschafft, die damals gerade ihre bis dahin blauen Jacken gegen grüne ausgetauscht hatte.

Die Breuer-Spritze von 1948 im Einsatz

 

Festwagen der FF Lindheim 1959

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