Die Wehr nach der Gemeindereform von 1972

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Im Jahr 1972 trat die Gebietsreform in Kraft, durch die die Gemeinde Lindheim als Ortsteil in der Großgemeinde Altenstadt aufging.

Natürlich gab dieser Vorgang viel Grund zu Diskussionen. Rivalitäten kamen auf. Während die Gemeinde Lindheim lediglich für die Wehren Lindheim und Enzheim zuständig war, musste die neugeschaffene Gemeinde nun sieben Wehren unterhalten: Altenstadt, Enzheim, Heegheim, Höchst, Lindheim, Oberau und Rodenbach. Außerdem erhielt Altenstadt den Status einer Autobahnfeuerwehr, was bedeutete, dass dort zusätzliche Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände angeschafft werden mussten.

Inzwischen sind diese Rivalitäten – nicht zuletzt durch die hervorragende Arbeit unseres ehemaligen Gemeindebrandinspektors Manfred Kottusch und unseres Gemeindebrandinspektors Stephan Jäger – Geschichte. Besonders deutlich wird dies dadurch, dass für den in Altenstadt stationierten Gefahrgutzug Mitgliedern aller Ortsteilfeuerwehren, also auch aus Lindheim, herangezogen werden.

Der Gefahrgutzug wird bei Gefahrgutunfällen weit über die Gemeindegrenzen hinaus zu Einsätzen herangezogen.

Nachdem 1983 die Freiwillige Feuerwehr Altenstadt ein neues Löschgruppenfahrzeug LF16/12 erhalten hatte, wurde das alte LF16 TS (Baujahr 1957) anlässlich des Um- und Ausbaus des Lindheimer Gerätehauses der FF Lindheim übergeben und 1984 in Dienst gestellt.

Das LF16 TS, Bj. 1957, genannt „Airbus”

 

 

Die Vereinsmitglieder erbrachten für die Baumaßnahmen 9.800 Stunden an Eigenleistung. Umgerechnet sind das 1.225 Manntage oder fast 5 Mannjahre!

Damals entstand die dritte (nördliche) Fahrzeugbox und der Unterrichtsraum mit Eingangsbereich, Toiletten, Büro und Dusche. Außerdem wurde ein Giebeldach aufgesetzt, so dass der neu entstandene „Dachboden” als Lagerraum benutzt werden konnte

Das Feuerwehrhaus nach dem Umbau

 

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